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Hunt Showdown (Early Access)

19.99€ 29.99€
Hunt Showdown (Early Access)
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Der Nebel wabert über einen Sumpf, ein Geräusch in der Ferne, Krähen steigen auf, ein Schrei ertönt. Willkommen bei „Hunt: Showdown“

Mach besser mal Ruhig & Langsam

Scherben bringen Glück, sagt der Volksmund – in diesem Fall uns: Weil er statt zu schleichen einfach durch sie hindurch stapft, hören wir unseren Verfolger hinter dem Fenster, ein Stich mit dem Bajonett macht ihm ein Ende. Merke: In Cryteks Hunt Showdown ist vorsichtiges und doch rasches Vorgehen wichtig, sonst locken wir alle Gegner und Untoten im Umkreis an.

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Quickplay & Bounty

Der Ego-Shooter von Crytek versetzt uns nach Louisiana in den Wilden Westen des späten 19. Jahrhunderts. Wir spielen einen von mehreren Revolverhelden, die sich in den von mutierten Kreaturen wimmelnden Sümpfen, sonnendurchfluteten Wäldern und halb zerfallenen Gebäudeansammlungen ein Kopfgeld verdienen möchten. Derzeit gibt es zwei Spielmodi, genannt Quickplay und Bounty: In ersterem treten wir allein gegen neun andere Haudegen an, eine Art von Last Man Standing ähnlich Battle Royale. In letzterem haben wir optional einen Kumpel dabei und müssen ein oder zwei Boss-Monster erlegen.

Das ist Crytek
Bekannt wurde das Studio insbesondere durch den ersten Teil von „Farcry“, sowie die „Crysis“-Reihe. Ego-Shooter sind die Kerndisziplin der Entwickler in Deutschland. Von Crytek stammt auch die CryEngine, die zur Erstellung vieler weiterer Spiele von anderen Studios lizenziert wurde.

Zuletzt musste Crytek allerdings mehrere Standorte im Ausland schließen, da die letzten Titel hinter den Erwartungen zurückblieben.

In beiden Spielmodi gilt es Hinweise (Clues/Rifts) zu finden; hierzu nutzen wir Dark Eye: Ein Druck auf die E-Taste färbt das Bild schwarz und blau-sprühende Funken geben die Richtung vor. Die Clues/Rifts sind für alle Teilnehmer dieselben, gerade zu Beginn sollten wir also aufpassen, dass wir nicht in einen Camper rennen, der sich neben dem Hinweis versteckt, statt ihn einzusammeln. Hunt zwingt Spieler zwar nicht dazu, sich möglichst geräuschlos zu bewegen, umsichtiges Handeln hilft jedoch ungemein.

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Die gemeine Untote Gegner

Überall auf den beiden stimmungsvollen Karten streifen Monster umher: Gewöhnliche Zombies (Grunts) erledigen wir mit lautlosen Kolbenhieben oder dem Bowie-Messer, bei den Armored genannten Verwesten mit Metallplatten helfen eine schwere Axt oder ein Vorschlaghammer oder wir werfen eine der herumstehenden Petroleumlampen auf das Viech. Da es sich durch ein charakteristisches Stöhnen ankündigt, können wir aber meist ausweichen, sofern wir es nicht auf die Erfahrungspunkte abgesehen haben.

Schwieriger wird es, wenn Gegner einen Engpass blockieren – dann müssen wir sie weitläufig umgehen oder doch das verräterische Schießeisen zücken. Besonders fies sind Höllenhunde, die im Rudel auftreten und uns auf größere Entfernung riechen, oder die fast kopflose Dame, in deren Brustkasten sich Wespen ein Nest gebaut haben. Der giftige Schwarm der jaulenden Frau verfolgt uns hartnäckig, weswegen ein schneller Kopfschuss oft die beste Wahl ist. Gut, wenn wir eine Armbrust oder einen schallgedämpften Revolver dabeihaben.

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Waffen im Western Style

Jeder Schuss sollte sitzen, weil Revolver oder Repetiergewehre mit geringer Kadenz feuern und Nachladen quälend lange dauert. Gefechte mit den altertümlichen Schießeisen sind daher fesselnd – teils wollten wir frustriert unsere Maus gegen die Wand werfen, teils saßen wir freudig grinsend vor dem PC. Kämpfen andere Spieler gegeneinander, dröhnt das hunderte Meter weit, was Fluch und Segen zugleich ist.

Ohnehin wurde die Sound-Kulisse grandios umgesetzt: Schon im Hauptmenü summen wir mit, wenn das ‚Hmmm Hmmm Hmmm Hmmm‘ (Rise Up Dead Man) unterlegt von Armee-Trommeln und klirrendem Zaumzeug ertönt. Und im Spiel sorgt der binaurale Ton zusammen mit einem guten Stereo-Headset für eine hervorrage Ortung von Gegnern. Da klirren Scherben, heulen Hunde, krächzende Raben und schnatternde Enten flattern davon oder sterbende Pferde wiehern – all das sind Anzeichen dafür, dass wir nicht alleine sind. Selbst ob und wo über oder unter uns in der Scheune ein anderer Söldner läuft, hören wir sofort.

Besonders perfide ist es, starke Monster wie den Meathead auf andere Revolverhelden zu hetzen: Mangels Kopf orientiert der sich daran, wohin die riesigen Maden kriechen, die aus seinem Hals fallen und attackiert Feinde mit einem Fleischerhaken. Schusswaffen richten wenig aus, am besten sind Molotow-Cocktails. Und mehr als einmal haben wir Gegner zum Rückzug in den Sumpf gezwungen, wo ein Water Devil ihnen den Garaus gemacht hat. Die schleimigen Viecher richten mit ihren roten Tentakeln heftigen Blutungsschaden an.

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Spielmodus: „Quickplay“

Im Quickplay-Modus finden wir Ausrüstung überall auf der Karte, denn nur mit einem schnöden Colt oder einer schwachen Schrotflinte haben wir im späteren Spielverlauf kaum eine Chance. Wer den vierten Hinweis als erstes entdeckt, aktiviert die Wellspring und kassiert kräftig Punkte. Dummerweise sehen aber alle anderen, wo wir uns aufhalten und machen Jagd auf uns. Dadurch ist Hunt intensiver als Pubg und zwingt uns dazu, in Bewegung zu bleiben oder aber unser Versteck mit Bärenfallen oder Nagelbomben zu sichern.

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Spielmodus: Bounty

Begeben wir uns auf Bounty-Hatz, rekrutieren wir einen Revolverhelden unserer Wahl und kaufen mit dem reichlich erspielten Geld bessere Wummen oder Gegenstände wie heilende Spritzen und verteilen Punkte (Traits), die uns etwa mehr Ausdauer verschaffen. Stirbt die Spielfigur, verlieren wir auch deren bisherige Ausrüstung. Das klingt härter als es ist, denn durch Erfahrung steigen wir in der Bloodline auf und schalten Equipment frei, welches wir für Bares mit in die Sümpfe nehmen.

Mikrotransaktionen oder Hinweise darauf fehlen bisher glücklicherweise.
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Wer ist hier der Boss?

Im Morast warten nach dem dritten Hinweis zwei Bosse auf uns: Dem Butcher, ein Gigant mit Schweineschädel, macht Feuer nichts aus. Er geht sofort in den Nahkampf über und ist nur mit schweren Shotguns oder Dynamit wortwörtlich in die Knie zu zwingen. Die gigantische Spinne dagegen huscht irre geschwind durch die Schatten des Gebälks, spuckt emsig Gift und springt uns mit ihren tropfenden Klauen an. Hier helfen Brandsätze und eine der seltenen schnellen Mauser-Pistolen. Wer die nicht hat, sollte gut zielen.

Haben wir den Boss erlegt, müssen wir noch seine Seele in die Unterwelt verbannen – das dauert, und auch hier bekommen andere Spieler auf der Karte angezeigt, wo wir uns befinden. Umgekehrt können wir per Dark Sight Boost (seit Juni 2018) für zehn Sekunden ebenfalls Gegner ausmachen, was es vermeintlich leicht macht, samt der Beute per Dampfboot oder Pferdekutsche von der Map zu fliehen. Weil aber jeder jeden sieht, gelingt es Crytek, die Spannung bis zur letzten Sekunde aufrecht zu halten – wenngleich ab diesem Zeitpunkt niemand mehr schleicht, sondern Hunt zur Hetzjagd wird.

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Hardware hunger

Bisher erfordert Hunt Showdown starke Hardware, mit hohen Details in 1440p erreichen wir knapp 50 bis gut 70 fps auf einer Geforce RTX 2080 und einem Ryzen 5 2600X. Mit einer schnelleren CPU wie einem Core i9-9900K steigt die Bildrate spürbar auf 65 bis 90 fps. Auf niedrige Grafikqualität zu wechseln bringt wenig, zumal sich keine spielerischen Vorteile einstellen. Es ist anzunehmen, dass Crytek die Performance weiter optimiert, wie seit der Alpha im Januar 2018 bereits geschehen.

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Unser Ersteindruck

Durch das trotz Red Dead Redemption 2 vergleichsweise unverbrauchte düstere Western-Setting und das vorsichtige, fast schon quälend langsame Gameplay hebt sich Hunt Showdown erfrischend von anderen Ego-Shootern am Markt ab. Schon im Early Access wirkt der Titel durchdacht, mittelfristig braucht es aber mehr als zwei Maps und vor allem zusätzliche Mitspieler. Dann könnte Crytek ein erfolgreiches Spiel erschaffen, wenngleich wir Hunt Showdown eher in der Nische denn als Massenphänomen sehen.

Quelle: Golem.de
Hunt Showdown

Der Nebel wabert über einen Sumpf, ein Geräusch in der Ferne, Krähen steigen auf, ein Schrei ertönt. Willkommen bei „Hunt: Showdown“

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Hunt Showdown (Early Access)
Der Nebel wabert über einen Sumpf, ein Geräusch in der Ferne, Krähen steigen auf, ein Schrei ertönt. Willkommen bei „Hunt: Showdown“ – einer Mischung aus „Resident Evil“, „Monster Hunter“ und „PlayerUnknown’s Battlegrounds“. Im neuen Crytek-Titel begibt sich der Spieler allein oder mit einem Gefährten auf die Suche nach Monstern und anderen Jägern.
6 Testergebnis
Hmmm Hmmm Hmmm Hmmm

Tolle Optik, klasse Sound, dichte Atmosphäre: Hunt Showdown von Crytek macht solo oder im Duo schon im Early Access viel Spaß, wenn man sich auf das Spielprinzip einlässt. Wer laut ist, stirbt oft und schnell.

Grafik
8
Stimmung
7
Steuerung
6
Langzeitmotivation
5.5
Multiplayer
7.5
Singleplayer
0
Preis
8
PROS
  • Tolle Feuergefechte
  • Waffen im Western-Setting
CONS
  • noch zu wenig Karten
  • kein 3 oder 4 Spieler Team möglich bisher
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